Der Ischgl-"Ironbike" heißt nicht umsonst so – mit 79km und 3.800hm führt er über lange Anstiege auf  2.800 Höhenmeter und es gibt auch noch ordentlich Preisgeld zu gewinnen! Das lockt klarerweise immer die „Creme-de-la-Creme“ der MTB-Marathon-Elite ins Paznauntal. Mit dabei auch Sportcoaching.cc, die Robeischls!

Insgesamt gibt es drei Strecken beim Ironbike zur Auswahl (28km und 755hm, 48km und 2057hm und 79km und 3.820hm). Die 78km-Strecke führt nach der „Startrunde“ (="Small-Strecke") mit zwei schmierigen Anstiegen und primär Forststraßeabfahrten (28km, 755hm) zurück nach Ischgl (1300hm), rauf zur Idalpe, über das Idjoch bis zur Greitspitze (2.800hm), runter nach Samnaun (1800hm) in die Schweiz und von dort über das Zeblasjoch und Palinkopf (2.800hm) wieder zurück nach Ischgl.

Wie jedes Jahr waren auch Top-Fahrer versammeln, wie bei den Elite Herren Urs Huber, Lukas Büchli und Jukka Vastaranta, bei den Damen Elite Sarah Koba, Jane Nüssli und auch Staatsmeisterin Verena Krenslehner. Die selektive Streckenführung ins Hochalpine macht den Ironbike auch zu einem der härtesten MTB-Marathons.

Gesamt-15. und 2. Platz bei Masters Elite knapp hinter Georg Koch für „Roadie“ Ewald Robeischl!

Ewald:

„Nachdem ich noch einen kleinen Defekt an meiner Sattelstütze kurz vor dem Start reparieren musste, konnte ich erst spät in den Startblock und mit eher schlechter Position starten, versuchte aber gleich zu Beginn mich voranzuarbeiten. Bei den Anstiegen ging es mir ganz gut, aber klarerweise fehlt mir der „Speed am Bike bergab“, nachdem ich kaum am Bike sitze. Mit meiner Zeit von 4:28 bin ich sehr zufrieden, ich denke mit mehr Techniktraining wäre noch einiges rauszuholen. Der Ironbike mit der alpinen Streckenführung ist für einen Straßenfahrer wie mich etwas Einzigartiges.“

 

 

Sensationeller 3. Rang hinter Sarah Koba und Jane Nüssli und beste Österreicherin!

Petra:

„Das Anfangstempo war wie immer sehr hoch, ich konnte in der Startrunde das Tempo von Krenslehner, Sommer & Co nicht mitgehen, fühlte mich aber zunehmend besser und konnte ab dem 2. Anstieg sukzessive mein Tempo erhöhen. Ich wusste, das Rennen „beginnt nochmal in Ischgl“ mit dem langen steilen Anstieg auf die Greitspitze und war zuversichtlich, dort ein gutes Tempo fahren zu können. Uns so war’s dann auch, meine Beine fühlten sich in dem durchschnittlich 12%igem Anstieg gut an, ich konnte zunehmend Männer und Frauen – darunter auch die Deutschen Kathrin Schwing (Trek Domatec) und Bettina Uhlig (Wheeler) – überholen und kurz vor der Greitspitze schließlich auf Sabine Sommer aufschließen. Wieder einmal konnte ich in einer kurzen Schiebepassage meine Stärke ausspielen und ging vor ihr in die lange Abfahrt nach Samnaun. Bei den „flowy trails“ auf über 2.000hm Seehöhe hatte ich anfangs noch Probleme, war ich doch etwas „angezählt“ von meinem zügigem Bergtempo, kam aber dann immer besser rein und wollte meine Position vor Sabine behalten. Vor dem letzten Anstieg von Samnaun (7km und 1000hm) auf ruppigem Schotter und mit steilen langen Rampen mit an die 20% hatte ich großen Respekt; mittlerweilen hatten wir auch bereits eine Renndauer von knappen 4 Stunden und immerhin bereits über 2.000hm „im Kasten“. Im Steilen konnte ich dann aber doch nochmal das Tempo hochhalten und mich zunehmend von Sabine absetzen. Vor der langen Abfahrt nach Ischgl bekam ich bei der letzten Labestelle die Info, dass die „zweite Dame nur 1 Minute vor mir läge“ - das hat mich voll motiviert - ich gab noch einmal alles und ging konzentriert in die schnelle Schotterabfahrt mit noch 2 kurzen Gegenanstiegen. Ich „surfte“ auf dem Schotter mit meinem „Spezi“ runter, immer noch ungewiss, ob nicht Sabine auf mich aufschließen konnte. Letztlich erreichte ich mit einer Zeit von 5:16 als Gesamtdritte und beste Österreicherin das Ziel – sensationell, das hätte ich nie und nimmer auf dieser Strecke für möglich gehalten – ein toller Erfolg, sicherlich mein bisher größter!"